Kurz
über Lenti
Im Tal der Kerka
liegende Kleinstadt hat etwa 9.700
Einwohner und liegt im
Bezirk Zala, dem südwestlichen Teil
Ungarns, sehr nahe zur slowenischen Grenze,
umgeben von den Landschaften Hetés,
Orség und Göcsej.
Die halbe Sonne
im Wappen der Stadt symbolisiert das
sonnenarme Klima, die
herunterfallenden Wassertropfen das niederschlagsreiche
Klima, die Eichenblätter symbolisieren
die Vielfalt der Vegetation, welche sich
durch das Klima und die großen
Wälder ergibt.
Sehenswürdigkeiten sind die Ruinen
der Burg, im 12. Jahrhundert entstanden,
und die Sankt Michaels-Kirche (aus dem
17. Jh., gebaut im Barock-Stil). Lenti
zeigt uns heutzutage das Bild einer stimmungsvollen
Kleinstadt. Der Stolz der Stadt sind
das Heilbad und der Strand. Dessen Wasser
ist europaweit berühmt und eignet
sich ausgezeichnet zur Kur von degenerativen
Veränderungen der Gelenke und der
Wirbelsäule oder auch für bewegungsorganische
Leiden.
Die
Vergangenheit von Lenti
Die viertgrößte Stadt des
Bezirkes Zala existiert schon seit dem
12. Jh. Im Jahre 1277 urkundlich genannt.
Der Name der Stadt Lenti wurde bis zum
Beginn des letzten Jahrhunderts auf verschiedene
Weise geschrieben und benutzt. Es hieß Nempty,
Nemty, Nemethy, Németi. Aus diesen
entwickelte sich die heutige Bezeichnung.
Ludwig I. (genannt auch Ludwig der Große)
schenkte Lenti Miklós Lendvai,
dem Pferde-Hauptmeister der Königin
als Vasallenbesitz. Seit 1381 war es
Agrarstadt. Für lange Zeit gehörte
Lenti der Familie Bánffy. Im Jahre
1644 bekam es die Familie Nádasdy,
1667 fällt sie wieder an die staatliche
Schatzkammer, von wo aus Lenti 1690 an
die Familie Eszterházi überging.
Über ihre Manufakturen fand man
die ersten Notizen im Jahre 1750, damals
gab es schon Schmiede-, Tischler-, Weber-
und Töpfermeister in der Stadt.
1770 wurde die Schule eröffnet,
sie hatte damals 45 katholische Schüler.
Das Sägewerk wurde 1926 gebaut und
zählte zu den modernsten Werken
des Landes. Der Generator ist heute noch
funktionstüchtig.
Attraktion
der Stadt ist das Thermalbad, welches
seit
1978 in Betrieb ist. Heute
wird es vor allem von österreichischen
und deutschen Gästen besucht. Zwei
von vier Bädern enthalten NaHCO3.
Sehenswürdigkeiten
Die
Burg
Sie wurde
im 18. Jahrhundert im Barockstil erbaut
und danach als Kornspeicher genutzt.
Noch heute ist am Ende des Gebäudes
eine der Basteien erkennbar. Der Keller
enthält auch noch sehr viele mittelalterliche
Details. Die Hauptwände verbergen
sich unter dem Grund des Kornspeichers.
Römisch-katolische
Kirche
Die
nach Szent György
benannte mittelalterliche Steinkirche
der Gemeinde stürzte noch vor
dem Jahre 1669 ein. Am Eingang der
Burg wurde dann eine Holzkirche zu
Ehren von Szent Ferenc gebaut. Diese
war jedoch 1688 schon so baufällig,
dass man ab 1690 keine Messe mehr
darin abhalten konnte. 1691 wurde
dann das Fundament für eine
neue Kirche gelegt, 1698 war diese
dann fertig. Die neue Kirche wurde
zu Ehren von Szent Mihály
gebaut, sie hatte eine gewölbte
Sakristei und eine Holzdecke. 1747
wurde sie erweitert und höher
gebaut. 1750 erhielt sie einen gemauerten
Turm.
Die Kirche
ist einschiffig mit einer aufrecht
geschlossenen Sakristei,
an der äußeren Seite des
Schiffes sind Stützpfeiler.
An der Stirnseite ist der Turm spitz
und sieht aus wie ein Helm. Die Sakristei
und die drei Spitzbögen der
Kirche sind mit Wandmalereien von
István Dorffmeister aus dem
Jahre 1802 geziert. Das Bild am Altar,
das Szent Mihály darstellt,
wurde auch von ihm gemalt. Die Bänke
der Kirche sind im Rokoko-Stil gehalten.
Die
Statue über die Dreifaltigkeit
Um
1755 wurde diese Statue vom Veszprémer
Bildhauer István Schmidt geschaffen.
An einem dreieckigen, mit Gewinde
verziertem Postament steht die Dreifaltigkeits-Statue
an der Säule der Stumpfpyramide
mit ebenfalls dreieckigem Grundriss.
Die Statue steht im Park, der sich
neben der Kirche befindet.
Streitzug
durch Zala.... an den Gleisen entlang
Die
Nebenstrecke hat in früherer
Zeit in unserer Gegend eine bedeutendere
Rolle gespielt als heute. Der Fremdenverkehrsverband
für die Gegend Göcsej und
die Betreiber der Nebenstrecke haben
es sich zum Ziele gesetzt, die Rolle
dieser zweiten Bahnstrecke zu verstärken
und diese Nebenbahn in den Dienst
des Tourismus zu stellen. Die Nebenstrecke
zwischen Zalaegerszeg und Rédics,
sowie die Schmalspurbahn Lenti-Csömödér-Kistolmács
bieten der Bevölkerung und unseren
Gästen viele Freizeitmöglichkeiten,
z. B. Wandern, Radfahren, Reiten,
Angeln usw. Es lohnt sich also, diese
einzigartigen Möglichkeiten
wieder zu entdecken und zu nutzen.
|